Hallo,
hier mal ein kurzes

erstes Feedback.
Mir geht es sehr recht gut mit meiner neuen Mischung, wobei es ein tägliches Auf und Ab des Energiegefühls schon gibt. Aber da kann ich geduldig sein und voller Hoffnung abwarten, bis sich da was stabilisiert.
Was ganz besonders auffällt. Ich schlafe, schlafe, schlafe.
Schlaflosigkeit ist schon seit Jahren ein Thema und hat mich viel Kraft gekostet. Jetzt schlafe ich nachts so fest, dass ich manchmal noch nichtmal zur Toilette muss - und träume sehr intensiv, ohne mich allerdings an Einzelheiten zu erinnern.
Auch tagsüber schlafe ich viel. Ich gebe dem Bedürfnis einfach nach (ohne schlechtes Gewissen

), aber es fällt mir auf, dass ich so müde bin.
Ich hatte ja schon von meiner "Vaterproblematik" berichtet.
Nun trug sich Folgendes zu:
Ich hatte meinen "Pflichtbesuch" (denn gerne gehe ich nicht mehr hin) bei Vater und das Gespräch ergab sich so, dass er sich beschwerte

, weil mein Sohn und seine Frau ihm ein Geburtstagsgeschenk machten (am 31.01), das wolle er nicht, denn dann muss er ja auch was zurück schenken

(Vater ist kein armer Mann, aber sehr geizig, zumindest was seine Familie betrifft bzw. die Familien der Töchter. Nicht die Söhne!!)
Mir wurde mit einem mal klar, wie berechnend mein Vater sein Leben lang schon ist.
Ich habe ihm das dann in erstaunlich ruhiger Weise gesagt und bei der Gelegenheit, kam auch all das zur Sprache, was mich schon seit Jahrzehnten bedrückt und was ich immer runtergeschluckt habe.
Ich habe mich immer bemüht, geholfen, war da wenn Hilfe nötig war.(weil das von einer Tochter, die dazu noch Krankenschwester ist, erwartet wird). Aber immer war das selbstverständlich (ich bin ja die Älteste) und es kam nie Dank oder Anerkennung.
Das alles habe ich gesagt. Er hat es zunächst bestritten, später dann aber gemeint, ich wäre da wie meine Mutter (die nicht mehr lebt), die hätte ihm auch immer vorgehalten, dass er seine Kinder ungleich behandelt!!.
Ich bin alles losgeworden - und warte nun seit Tagen auf mein gewohntes schlechtes Gewissen. Ich habe keines.
Im Gegenteil ich fühle mich so erleichtert und unabhängig -
richtig frei. Ohne jede Verbitterung.
Mein Vater ist 93, aber geistig noch topfit. Er weiß was er sagt und wie er was sagt, um seinen Vorteil davon zu haben und unsere Schuldgefühle kamen ihm immer gelegen.
Ich habe sein Verhalten immer entschuldigt und nie darüber gesprochen, weil er schon so alt ist. Wollte ihn nicht unnötig aufregen. Aber
ich habe mich immer mehr aufgeregt.
Nun geht es mir gut. Ich empfinde nicht mehr den wöchentlichen Druck, nach ihm zu schauen, sondern ich spüre, dass ich ihn erst wieder besuchen werde, wenn es mir danach ist.
Also alles in Allem eine , für mich, positive Entwicklung. Findet Ihr nicht auch?